Zur Person: Amelie Fried
Dienstag, 26. Februar 2008
Die Journalistin, Autorin und Fernsehmoderation Amelie Fried wurde 1958 als Tochter des Verlegers Kurt Fried (Südwestpresse) und der Buchhändlerin Inge Fried Ruthardt in Ulm geboren. Nach dem Abitur 1975 studierte sie von 1976 bis 1983 Theaterwissenschaften, Publizistik, Kunstgeschichte und Italienisch in München.
Amelie Frieds "Schuhhaus Pallas": Fragen, solange jemand noch Antwort geben kann
Dienstag, 26. Februar 2008
![]() | (Buch) Autor: Amelie Fried Verlag: Hanser Belletristik Erschienen am: 2008-02-09 Seiten: 192 ISBN: 3446209832 |
Es war ein volles Haus am Münchner Jakobsplatz und Hanser-Verleger Michael Krüger stellte zu Recht fest, dass es etwas anderes sei, ob ein Buch (und das Hörbuch dazu) im Literaturhaus oder im Jüdischen Zentrum vorgestellt würde. Dass Amelie Fried ihr neuestes Buch „Schuhhaus Pallas“ gerade in diesem Umfeld präsentieren konnte, hängt natürlich auch mit dem Inhalt zusammen, der im Mikrokosmos einer Ulmer Familiengeschichte deutsche Vergangenheit widerspiegelt.
Leo Hickmans "Und Tschüs": Tourismus am Pranger
Dienstag, 26. Februar 2008
![]() | (Buch) Autor: Leo Hickman Verlag: Pendo Verlag Erschienen am: 2008-02-22 Seiten: 400 ISBN: 3866121628 |
„Und tschüs“ klingt noch ganz harmlos. Erst der Untertitel „Was wir anrichten, wenn’s uns in die Ferne zieht“ macht klar, worum des dem britischen Journalisten Leo Hickman geht, der mit dem Buch über seinen Selbstversuch „Fast nackt- Mein abenteuerlicher Versuch, ethisch korrekt zu leben“ 2006 weltweit Aufsehen erregt hat. Diesmal hat Hickman den Versuch gestartet, ökologisch korrekt zu reisen – und natürlich ist er dabei gescheitert.
"Eine Woche im Oktober": Den Traum leben
Donnerstag, 21. Februar 2008
![]() | (Buch) Autor: Elizabeth Subercaseaux Verlag: Pendo Verlag Erschienen am: 2008-02-06 Seiten: 200 ISBN: 3866121547 |
Norman Freeman und Jack Nicholson tun es derzeit im Film von Rob Reiner „Das Beste kommt zum Schluss“. Das scheinbare Todesurteil „Krebs“ nehmen die beiden alten Herren zum Anlass, sich kurz vor dem Ende noch all das zu gönnen, was sie sich erträumt haben. Auch die Heldin im viel weniger spektakulären Roman der chilenischen Autorin Elizabeth Subercaseaux, Clara, 46 Jahre alt und in einer schal gewordenen Ehe am Verblühen, will nach ihrer Brustkrebsoperation noch was erleben: die Liebe.
„Ich möchte die Menschen ermuntern, ihre Träume zu leben“, sagte die Autorin bei der Vorstellung ihres Buches. „Wir alle sollten eine Liebe haben, bevor wir aus dem Leben gehen.“ Der Roman arbeitet mit einer Art doppeltem Boden. Clara schreibt Tagebuch über ihre Wünsche und Erlebnisse und Clemente, ihr (untreuer) Mann, bringt das Ganze auf den Boden der alltäglichen Tatsachen.
Natürlich ist er, der immer glaubte, alles im Griff zu haben, verstört, von Claras Träumen zu lesen. In dem Tagebuch tritt ihm eine ganz neue Frau entgegen, eine Frau, die er in seiner langen Ehe offensichtlich nicht kennengelernt hat. Aber ist es überhaupt wahr, was Clara schreibt oder ist alles doch nur ein Wunschtraum?
Elizabeth Subercaseaux (63), Ururenkelin von Robert Schumann und Clara Wieck und eine gute Freundin der chilenischen Erfolgsautorin Isabel Allende, ist selbst dem Tod nahe gekommen – unter der Diktatur Pinochets. Als Journalistin hat sie „das Monster Pinochet“ zu einem Interview getroffen. „Das war beklemmend“, erinnert sie sich, „dem Mann so nahe zu sein, der unser Leben, unser Land zerstört hat.“ Eine ihrer Freundinnen wurde geköpft, andere flohen, sie selbst wurde halbtot geprügelt und ging in den Untergrund. Heute sagt sie: „Der Tod ist seit den Jahren unter Pinochet mein ständiger Begleiter.“
Erst im Alter ihrer Heldin Clara begann sie zu schreiben und wurde schnell in Chile zur Bestseller-Autorin. „Eine Woche im Oktober“ ist der erste Roman von Elizabeth Subercaseaux, der auf Deutsch erscheint. Man darf gespannt sein auf weitere Entdeckungen.
Info: Elizabeth Subercaseaux, Eine Woche im Oktober, Pendo, 18 Euro
"Es muss auch in den Köpfen schneien"
Dienstag, 19. Februar 2008
Eine fantastische Skisaison lässt derzeit die Bergbahnchefs und Hoteliers in den bayerischen Skigebieten mit der Sonne um die Wette strahlen. Blauer Himmel, Sonnenschein und ein g’führiger Schnee. Was will man mehr? Vielleicht die Skifahrer heimholen, die immer noch über die Grenze nach Tirol fahren? Die Touristische Runde München diskutierte mit zehn Experten über die Gründe des weißblauen Skifahrer-Exports.
Hermann Bareiss und der Morlokhof
Montag, 4. Februar 2008
Mitten im Wald bleibt der hoch gewachsene Hotelier mit dem sorgsam gelockten Haarschopf stehen, blickt versonnen auf den Weg und sagt: „Genau hier habe ich als Kind ein Ei fallen lassen, das mir eine Bäuerin für die Mutter mitgegeben hat. Ein Ei!“ Hermann Bareiss, seit Jahrzehnten hoch gelobter Gastgeber in der luxuriösen Ferienoase Bareiss in Bayersbronn Mitteltal, erinnert sich, dass er todunglücklich war – damals. „Ein Ei, das war etwas Kostbares für uns.“







