Verwöhnaroma im Grödner Tal
Freitag, 30. Mai 2008
Eine Tasse Himbeeren, eine Tasse Joghurt, ein Esslöffel Honig, eine halbe Tasse Kandiszucker. Theresa rührt die Mischung in einer Schüssel an, es duftet nach Himbeeren. Doch die schwarzhaarige Fee im weißen Mantel ist keine Köchin. Theresa ist Bademeisterin und ihre süße Versuchung ist auch nicht als Gaumenschmaus gedacht sondern als Körperpeeling. Gedämpft ist das Licht im rustikal-romantischen „private spa“, auf dem Bett liegt einladend ein großes Herz. Das Himbeerpeeling ist die Einleitung zu einem Wohlfühlritual für zwei. Wie schade, dass Theresa nur zwei Hände hat. So muss Er in der Sauna ausharren, bis Sie ins wohlig warme Badewasser taucht. Und während Sie unter Theresas flinken Händen und dem Himbeer-Öl dahin schmilzt, dümpelt Er im lauen Badewasser. Erst auf dem gemütlichen Bett ist das Pärchen wieder vereint und kann gemeinsam Himbeersaft schlürfen. Dabei fühlen sich die beiden nach Himbeerpeeling, Milchbad mit Himbeeren, Massage mit Himbeeröl und Himbeerpackung fast schon selbst wie süße Früchtchen, prall und rosig wie reife Himbeeren.
Das Hotel Adler in St. Ulrich hat Tradition als Vorreiter neuer Entwicklungen im Tourismus. Auch bei der Wellness geht das Haus neue Wege.
Mehr Sein als Scheinen: Muriel Barberys "Die Eleganz des Igels"
Freitag, 23. Mai 2008
![]() | (Buch) Autor: Muriel Barbery Verlag: Dtv Erschienen am: 2008-05 Seiten: 360 ISBN: 3423246588 |
„Madame Michel besitzt die Eleganz des Igels: außen ist sie mit Stacheln gepanzert, eine echte Festung, aber ich ahne vage, daß sie innen auf genauso einfach Art raffiniert ist wie die Igel, diese kleinen Tiere, die nur scheinbar träge, entschieden ungesellig und schrecklich elegant sind.”
Mit der Intuition es hyperbegabten Kindes durchschaut die zwölfjährige Paloma die graue Maus des herrschaftlichen Hauses in der Rue Grenelle 7 im vornehmen Pariser Stadtteil Saint Germain. Nach außen hin ist Renee Michel die typische Concierge, mürrisch, maulfaul, unansehnlich und geistig eher unterbemittelt.
Reiseführer: Peru in schwarz-weiß
Freitag, 23. Mai 2008
![]() | (Buch) Autor: Hella Braune, Frank Semper Verlag: Geocenter Erschienen am: 2008-03 Seiten: 500 ISBN: 3980595331 |
Nah dran sein wollen Hella Braune und Frank Semper Land und Leuten in ihrer Reisekompass-Reihe und im Band Peru sind sie das auch. Die Reisekompetenz der beiden schlägt sich nicht nur in sehr detaillierten Touren- und Übernachtungstipps, in präzisen Angaben zu Hotels und Restaurants und in kundigen Beschreibungen der Sehenswürdigkeiten nieder, sondern auch im einleitenden geschichtlichen Abriss und der Einordnung der gegenwärtigen Politik.
Info Faaker See
Montag, 19. Mai 2008
Ankommen: Mit dem Auto über die Tauernautobahn, Ausfahrt Villach, weiter Richtung Faaker See. Mit dem Flugzeug (z.B. TUIfly von Berlin, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn oder Leipzig) nach Klagenfurt und von dort mit dem Hotelshuttle oder dem Taxi zum Faaker See. Mit dem Zug bis Villach und Transfer zum Faaker See.
Faaker See: Von der Grenzregion ins Zentrum des Geschehens
Montag, 19. Mai 2008
Thomas Michor, Geschäftsführer der örtlichen Tourismus GmbH weiß noch, wie es früher war. Damals, als der Schlagbaum der italienischen Grenze rund 20 Kilometer vor Villach fiel. „Wenn ich meine Freundin nach Tarvisio zum Eisessen ausgeführt habe, war die Grenze immer ein Abenteuer für uns“, erinnert er sich. Heute, im Zeichen des Euro, verlaufen die Besucherströme eher umgekehrt: Die Italiener kommen, um in Villach - mit 58 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Kärntens – einzukaufen. Und mit dem Beitritt Sloweniens zur EU ist die Region von der Peripherie vollends ins Zentrum des Tourismus gerückt.
EM-Anpfiff in Zürich
Mittwoch, 14. Mai 2008
Nur drei von 31 EM-Spielen werden in Zürich stattfinden. Aber immerhin ein entscheidenden: Italien gegen Frankreich. Dafür haben die Züricher ein 75 Millionen Euro teures Stadion hingestellt, teilweise in den Boden versenkt mit 30 000 Plätzen. Und sie haben ihr Herz fürs Public Viewing geöffnet, das genau dort stattfindet, wo der See auf die Stadt trifft. Die 360 000-Einwohner-Stadt rüstet sich für ein Fußballfest der Superlative.
Alessandro Bariccos "Diese Geschichte": Ultimative Rennstrecke
Mittwoch, 14. Mai 2008
![]() | (Buch) Autor: Alessandro Baricco, Annette Kopetzki Verlag: Hanser Belletristik Erschienen am: 2008-02-09 Seiten: 312 ISBN: 3446209182 |
"Eingehüllt in einen diffusen Geruch nach Öl und Ruhm, vorerst gezügelt noch unter dem Metallgehäuse um das Kolbenherz, erwarteten sie in den Gärten des Königs 224 Áutomobile, die reglos auf dem nächtlichen Rasen weideten. Sie standen dort, um das große Rennen von Paris nach Madrid zu fahren, durch Europa gen Süden, aus dem Nebel in die Sonne. – Lass mich gehen, ich will diesen Traum sehen, die Geschwindigkeiten, das Wunder.“
Alessandro Baricco braucht keinen Zeitgeist, um seine Romane zu erzählen, seine visionären Helden in Szene zu setzen. Sein eleganter Stil, sein Gefühl für Sprache und Erzählperspektiven haben ihm viele treue Leser und die Achtung der Literaturkritik eingebracht. „Magische Welten“ entwerfe er, lobte die Zeit. Das gilt auch für Bariccos neuen Roman mit dem uneitlen Titel „Diese Geschichte“.
Beklemmend: Ninni Holmquists "Die Entbehrlichen"
Mittwoch, 14. Mai 2008
![]() | (Buch) Autor: Ninni Holmqvist, Angelika Gundlach Verlag: Fahrenheit Erschienen am: 2008-02-06 Seiten: 320 ISBN: 3940813001 |
Wer will schon gern entbehrlich sein? Dorrit ist es, genau mit Majken oder Johannes. Der Staat regelt die Einteilung und wer als Frau 50 ist, keine Kinder hat und keine Familie und auch sonst keine Verpflichtung, ist eben entbehrlich. Genau wie Männer ab 60. Damit solche Menschen noch zu etwas nütze sind, werden sie zum Ersatzteillager für die Benötigten.
Hotel Schloss Velden: Auferstanden aus der Bedeutungslosigkeit
Dienstag, 6. Mai 2008
Angesichts der schönbrunngelben Fassade, der verspielten Türmchen und des verschnörkelten Tors mögen viele gerührt an die RTL-Serie „Das Schloss am Wörthersee“ zurückdenken, an einen charmanten Roy Black und eine noch jugendlich wirkende Uschi Glas. Doch der erste Eindruck täuscht. Dies ist nicht mehr das Serienhotel der 90er Jahre, dies ist etwas ganz Neues, eine Kombination aus Schlossromantik und modernem High-Tech-Luxus.
Wie kommt eine Reise/eine Region ins Blatt?
Dienstag, 6. Mai 2008
Die einen glauben, mit einer tollen Einladung sei es schon getan und mit einer Vielzahl von Meldungen müsse man am Ball bleiben. Die anderen fühlen sich von der Masse an PR-Meldungen und unbegründeten Einladungen überrollt. Die touristische Runde versuchte einen Brückenschlag zwischen Veranstaltern, Destinationen und PR auf der einen Seite sowie Redaktionen und freien Journalisten auf der anderen Seite. „Wie kommt eine Reise/eine Region ins Blatt?“ hieß die Frage und rund 60 Teilnehmer interessierten sich für die Antworten.
Klagenfurt am Ball: Gespräch mit EM-Botschafter Calmund
Montag, 5. Mai 2008
„Calli“, wie Fußballfunktionär Reiner Calmund von seinen Fans liebevoll genannt wird, ist nicht nur als virtuelle Spielfigur in Second Life zu finden, sondern bei der Fußball-EM in Klagenfurt eine große Nummer. Ohne den Dicken, der auch in Kochshows aktiv ist, läuft in Klagenfurt in der Vor-EM-Zeit nichts. Wir sprachen mit dem EM-Botschafter vor Ort.
Klagenfurt Info
Montag, 5. Mai 2008
Anreisen: Mit der Bahn über München und Salzburg nach Klagenfurt.
Mit dem Auto über die Tauernautobahn nach Klagenfurt.
TUIfly fliegt u.a. von Berlin, Köln und Düsseldorf ab 19.99 Euro nach Klagenfurt.
Fußball-EM: Nichts zu klagen in Klagenfurt
Montag, 5. Mai 2008
„Narrisch g’freut“ habe man sich, als Deutschland für Klagenfurt ausgelost wurde – am 8. Juni spielt die Nationalelf gegen Polen, an 12. Juni gegen Kroatien -, sagt Bürgermeister Harald Scheucher und verspricht „ein Fußballfest der Superlative“. Nirgendwo sonst, das hätten ihm die UEFA-Verantwortlichen bestätigt, ließen sich Fußball und Tourismus so gut verbinden wie in Klagenfurt, Geburtsstadt von Robert Musil und Udo Jürgens. Auch Klagenfurts EM-Botschafter Reiner Calmund ist davon überzeugt und rührt fleißig die Werbetrommel für die kleinste der österreichischen „Host Cities“.








