Walid ist ein schöner, begabter Prinz. Aber das ist dem jungen Mann nicht genug: Er will auch der berühmteste Dichter im Königreich sein. Dass ihn dabei ein armer Teppichweber in den Schatten stellt, kann Walid nicht verwinden und so verbannt er den armen Mann ins königliche Archiv und zwingt ihn dazu, einen Teppich zu weben, der die ganze Geschichte der Menschheit erzählt.

"Prinz und Bettelmann: Laura Gallego Garcias "Der Teppich des Dichters" " vollständig lesen

Ein Denkmal für Christoph Columbus würde man wohl in Calvi am allerwenigsten erwarten. Doch da ist es: Eine Büste auf einem steinernen Schiffsrumpf an der Mauer der Zitadelle. Der berühmte Seefahrer soll in Calvi auf Korsika das Licht der Welt erblickt haben. Eine Tafel innerhalb der im 13. Jahrhundert von den Genuesen errichteten Oberstadt weist auf ein inzwischen wohl verfallenes Geburtshaus hin. Warum Calvi? Weil es „semper fidelis“, immer treu, zu Genua stand und Christoph Columbus als Genuese galt. Dass neben Genua auch Städte in Portugal, Spanien, ja sogar in Norwegen und Armenien den Anspruch erheben, Heimat des inzwischen eher umstrittenen Entdeckers Amerikas zu sein, ficht die Korsen in Calvi nicht an. Einen Gegenbeweis gibt es schließlich nicht. Also könnte der Genuese Columbus ebenso gut in Calvi wie in Genua zur Welt gekommen sein.

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Estland Info

Montag, 6. Juli 2009


Anreisen: Mit dem Flugzeug nach Tallinn z.B. mit Air Baltic, Estonian Air oder Lufthansa. Auskunft im Reisebüro oder im Internet etwa unter www.fluege.de



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 In Augsburg gibt es Stadtrundgänge auf den Spuren von Anna Laminit. War die Frau, die im schweizerischen Fribourg durch Ertränken starb, eine Betrügerin oder ein Opfer der damaligen Zeit, wie Ursula Niehaus es in ihrem historischen Roman „Das Heiligenspiel“ darstellt? Mit Sicherheit war die Augsburger Begine, die womöglich mit einem Welser ein Kind hatte, keine „echte Heilige“, sondern eher schein-heilig. Doch ob das Vorspiegeln falscher Tatsachen nur dazu geschah, andere über den Tisch zu ziehen, ist bis heute ungeklärt. Dennoch ging Anna Laminit als „geistliche Betrügerin“ in die Annalen ein.


"Schein-Heilig: Ursula Niehaus' "Das Heiligenspiel"" vollständig lesen


Estland? Für die meisten ist das Tallinn, die Hauptstadt, die 2011 zusammen mit dem finnischen Turku Kulturhauptstadt Europas sein wird. Doch Estland ist natürlich noch viel mehr. Da sind die prunkvollen Herrenhäuser, von adligen Deutschbalten in die Landschaft gestellt. Da sind die reizvollen Strandbäder, in denen die Zeit stehen geblieben scheint. Und da ist die Landschaft des jungen Baltenstaates, weit und menschenleer. Wie das Moor im Nationalpark Laheema.


"Von Moorgeistern und alten Schlössern: Estlands natürliche Seiten" vollständig lesen

Wir schauen staunend nach Dubai, wo die Welt auf dem Wasser neu entsteht, wir beobachten kritisch, wie die Chinesen am Yangtse einen Staudamm bauen und damit nicht die Landschaft verwandeln, sondern ganze Städte und viele Kulturdenkmäler buchstäblich dem Untergang preisgeben. Und doch ist das alles nichts Neues, denn Natur ist, was der Mensch daraus gemacht hat. So zumindest das Fazit eines fulminante und wegen der eingestreuten Anekdoten, Märchen und Gedichte fast kurzweilig zu lesenden Wälzers mit dem Titel „Die Eroberung der Natur“.

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