Alles andere als Blumenkinder: Henning Mankells "Daisy Sisters"
Dienstag, 18. August 2009
Das Titelbild mit den zwei unbeschwerten Mädchen auf einer Wiese trügt ebenso wie der Titel „Daisy Sisters“, der so unbeschwert daher kommt. Dieser Roman des Wallander-Schöpfers Henning Mankell beschreibt alles andere als ein unbeschwertes Mädchen-Abenteuer in Blumenkinder-Manier. Dafür wäre der eher schwermütige Mankell wohl auch der falsche Autor. Allzu rasch werden die beiden Gänseblümchen (Daisys) geknickt, welken die Blütenträume der Mädchen, die sich so viel von ihrem Leben erwartet haben.
"Alles andere als Blumenkinder: Henning Mankells "Daisy Sisters"" vollständig lesenEuropa für eine Handvoll Pennys: Tom Chesshyres "Lost in Paderborn"
Montag, 17. August 2009
Der Titel ist eigentlich irreführend, denn wirklich verloren hat sich der britische Reisejournalist Tom Chesshyre in Paderborn nie gefühlt, höchstens in der Sauna unter lauter nackten Deutschen. Seine Idee, die – eher unbekannteren - Ziele der Billigfluglinien in Europa zu bereisen, hat ihn an Orte gebracht, die er aufregend fand wie Estlands Hauptstadt Tallinn, einladend wie das bulgarische Bourgas, heiß wie Sloweniens Hauptstadt Ljubljana aber auch abweisend wie das tschechische Brno, wo er sich nur grässlich fühlt.
"Europa für eine Handvoll Pennys: Tom Chesshyres "Lost in Paderborn"" vollständig lesenCaracas und das Erbe Bolivars
Montag, 17. August 2009
Die Stadt ist lebendig, ein wimmelnder Organismus, der nie zur Ruhe zu kommen scheint und immer wieder neue Auswüchse gebiert. Drei Millionen Menschen leben in Caracas oder doch eher fünf Millionen, rechnet man die Barrios mit, jene Slums, die an den Bergen hochkriechen wie ein bunter Flickenteppich. Wer zählt schon die Kinder, die hier geboren werden und die Toten, die Bandenkriege oder die mangelnde Hygiene fordern? Wer nicht dort wohnt, kommt auch nicht dorthin. Es sei denn, er ist lebensmüde. Denn die Gangs schießen scharf und die meisten Bewohner sind bewaffnet.
"Caracas und das Erbe Bolivars" vollständig lesenHamlet mit Hunden: David Wroblewskis "Die Geschichte des Edgar Sawtelle"
Dienstag, 11. August 2009
Dass er Shakespeares Dramen liebt, hat David Wroblewski in einem Interview gesagt. Aufmerksame Leser erkennen diese Vorliebe im Debütroman „Die Geschichte des Edgar Sawtelle“, vordergründig die Geschichte eines Jungen und seines Hundes, hintergründig aber ein Drama von Shakespearescher Wucht.
"Hamlet mit Hunden: David Wroblewskis "Die Geschichte des Edgar Sawtelle"" vollständig lesenDas Leben muss nicht perfekt sein: Amalia Rosenblums "Der schönste Hundesommer der Welt"
Dienstag, 11. August 2009
Johnny und Artur sind beste Freunde, Hunde-Freunde. Sie haben viel zusammen erlebt, ja sogar gemeinsam eine Ausgrabung veranlasst. Doch das Leben bleibt nicht stehen, es verändert sich ständig und so begleitet Artur seine Familie in die Stadt und lässt Johnny im Dorf zurück, allein und todunglücklich.
"Das Leben muss nicht perfekt sein: Amalia Rosenblums "Der schönste Hundesommer der Welt"" vollständig lesenFränkische Schweiz: Wandern mit Durst
Montag, 10. August 2009
Die Gegend ist rekordverdächtig. Mit der größten Brauereidichte weltweit steht die Fränkische Schweiz ganz oben in der Gunst der Bierliebhaber. Man muss aber nicht unbedingt ein Bierdimpfel sein, um Geschmack an einer Bierwanderung zu finden. Denn neben sechs Brauereien hat der 16 Kilometer lange Wanderweg durch Wälder, Wiesen und Dörfer viel Natur und Kultur zu bieten.
"Fränkische Schweiz: Wandern mit Durst" vollständig lesenKorsika: Tanz auf den Bergen
Montag, 10. August 2009
Die Räder sind auf dem neuesten Stand und Stefan, der Guide, durchtrainiert und ortskundig. Einer Radtour in die nordkorsischen Berge steht also nichts im Weg. Höchstens das Wetter. Denn das kann auf Korsika so launisch sein, dass alljährlich Menschen in den Bergen erfrieren. Im Hochsommer. 50 Zweitausender prägen das Inselprofil, mit 2706 Metern ist der Monte Cinto der höchste unter den Bergriesen. Aber auch der Monte Padro mit 2400 Metern Höhe ist ein imposanter Klotz. Er prägt das Gesicht der Insel im Nordosten und überragt das Hochtal der Giusanni.
"Korsika: Tanz auf den Bergen" vollständig lesenKorsika Info
Donnerstag, 6. August 2009
Anreisen: Ganz bequem geht’s vom Allgäu Airport aus jeden Donnerstag mit TUIfly in einer knappen Stunde nach Calvi. Preise ab 19 Euro einfach. Der Reiseveranstalter Rhomberg hat eine Charterverbindung mit Germania aufgelegt. Die Gäste parken auf dem Flughafen Memmingerberg gratis.
Natürlich kann man auch mit Auto und Fähre nach Korsika, über Nizza oder Genua. Aktuelle Preise im Reisebüro.
"Korsika Info" vollständig lesenNatürlich kann man auch mit Auto und Fähre nach Korsika, über Nizza oder Genua. Aktuelle Preise im Reisebüro.
Niedergang einer Bürger-Familie: Peter Hennings "Die Ängstlichen"
Dienstag, 4. August 2009
Peter Henning, 1959 in Hanau geboren, hat vier Jahre an diesem Familienroman gearbeitet, mit dem er auch seiner Heimatstadt ein – nicht gerade schmeichelhaftes – Denkmal setzt. „Die Brüder-Grimm-Stadt drohte vielmehr an ihrer selbstgemachten Spießbürgerlichkeit langsam und qualvoll zu ersticken“, heißt es etwa im Kapitel „Spannungsgefälle“. Auch der Familie Jansen droht ein ähnliches Schicksal. „Die Ängstlichen“ scheinen dem Zerfall wehrlos ausgeliefert.
"Niedergang einer Bürger-Familie: Peter Hennings "Die Ängstlichen"" vollständig lesenAuf der Suche nach der Zukunft: Leon de Winters "Das Recht auf Rückkehr"
Dienstag, 4. August 2009
Er ist ein schwieriger Zeitgenosse, auch und vor allem, weil er unverblümt sagt, was er denkt. Mit seiner Ansicht, der Islamismus sei der Faschismus des 21. Jahrhunderts und deshalb mit allen Mitteln zu bekämpfen, ist Leon de Winter, der Sohn niederländischer Juden, immer wieder angeeckt. In seinen Romanen trägt der wortgewaltige Autor seine Botschaft in die Welt – ganz besonders in seinem neuesten Buch. „Das Recht auf Rückkehr“ ist ein flammendes Plädoyer für das Überleben Israels.
"Auf der Suche nach der Zukunft: Leon de Winters "Das Recht auf Rückkehr"" vollständig lesenFür den Strand oder den Pool: Harald Brauns "Die Reise-Bibel"
Montag, 3. August 2009
Eine „Bibel“ ist es nicht gerade, was Harald Braun da verfasst hat. Aber eine unterhaltsame Ferienlektüre für Pool und Strand allemal, sogar mit Wiedererkennungswert. Braun, Journalist mit „Bibel“-Erfahrung (Kicker-, Männer-, Auto-Bibel) hat nach seinem Muster ein abwechslungsreiches Reise-Kompendium zusammengestellt, angefangen bei Rankings und Hitlisten (Die teuersten Hotels, die beliebtesten Sehenswürdigkeiten) über Zitate kluger Zeitgenossen, berühmte Globetrotter und schräge Reisetypen bis hin zu witzigen Szenen, in denen die Familie Glowaczki (Eltern und zwei Kinder im Teenager-Alter, die vorwiegend verstopselt durch die Welt tigern) eine tragende Rolle spielt.




