Club-Urlaub: Wichtig ist das Wir-Gefühl

Dienstag, 5. Oktober 2010

Die Geburt des Clubgedankens ist schon eine ganze Weile her. Vor 60 Jahren hatte der Belgier Gerhard Blitz die zündende Idee, die vom Krieg traumatisierten Menschen mit einem gemeinsamen Urlaubserlebnis in schöner Natur zu locken. Das Konzept schlug ein wie die sprichwörtliche Bombe. 2300 Gäste wollten auf Mallorca im Zeltdorf Auszeit vom Alltag erleben – unter Freunden, in entspannter Clubatmosphäre. Weiter 10 000 Interessenten mussten sich noch gedulden. Für den Cluburlaub auf Tahiti brauchten die Gäste drei Monate Zeit, je einen Monat für die An- und Abreise und einen Monat für den Aufenthalt. Das nennt man heute Nachhaltigkeit. Nur, wer hat schon so viel Zeit? Auch andere Errungenschaften des Clublebens wie die berühmte Perlenkette als Zahlungsmittel oder den Animateur gehören der Vergangenheit an. Der Club Med fand Nachahmer und er musste Federn lassen. Die Kunden haben sich geändert - aus den jungen Singles wurden Familien, mittlerweile auch Best Ager - und mit ihnen haben sich die Ansprüche verändert. „Wie zeitgemäß ist Cluburlaub heute“ hieß deshalb die Frage in der Touristischen Runde. Und sie fand eine überraschend einhellige Antwort.

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