Tor zur Tradition: Dwarika's Hotel in Kathmandu
Mittwoch, 23. April 2008
Draußen tobt der Verkehr wie überall in diesen asiatischen Staaten. Das Tuten der Hupen, das Schrillen der Fahrradklingeln, das Kreischen der Bremsen mischt sich zu einer endlosen Kakaphonie. Drinnen herrscht himmlische Ruhe, untermalt von den „Sounds of Silence“: Vögel zwitschern, der Brunnen plätschert, der Wind rauscht in den Zweigen der Bäume.
Wer durch das handgeschnitzte Tor in Battisputali tritt, befindet sich unversehens in einer anderen Welt. Dwarika’s Hotel in Kathmandu ist ein ganz besonderer Ort, eine Oase inmitten der trubeligen Metropole, ein Hort echter Gastfreundschaft und ein lebendiges Museum dazu.
Badenweiler: Der alte Mann und das Bad
Donnerstag, 27. März 2008
Ja, früher, da war halt alles besser. Damals, in den 50-igern standen die Kurgäste Schlange und fanden oft kein Zimmer in Badenweiler. Heute ist es eher umgekehrt. Kein Wunder, dass Rudolf Gfell, 71, und seit Jahrzehnten als Gästeführer in Badenweiler unterwegs, sich Sorgen um die Zukunft macht. Um die Hälfte ist die Gästezahl in dem Städtchen zurückgegangen, viele der Gründerzeit-Villen stehen leer. Sanatorien werden abgerissen und erstehen neu als seniorengerechte Eigentumswohnungen. Für den gebürtigen Badenweiler keine Perspektive.
Der Kurort überaltert und könnte sich schon bald überlebt haben. Die Schuld gibt Gfell der kurfeindlichen Gesundheitsreform. Selbst das Grandhotel Römerbad, mit seinem schlossähnlichen Äußeren ein Aushängeschild des Markgräfler Örtchens, hätte es beinahe erwischt.
Frauen-Power in Zell am See
Dienstag, 25. März 2008
Oben auf der Schmittenhöhe, wo ein die Elisabeth-Kapelle an den Besuch der Kaiserin Sisi erinnert, heizt der Schnaps-Hans die Stimmung an. Unten in Zell am See, wo Wolfgang Porsche, Chef des Porsche-Aufsichtsrats und Enkel von Käfer-Erfinder Ferdinand Porsche, ein Gut mit 140 Rindern betreibt, und wo das Ferry-Porsche-Congress-Center moderne Akzente setzt, flanieren Touristen zwischen Rathaus, See und Stadtpfarrkirche. Das Städtchen ist eine der ältesten bajuwarischen Siedlungen des Pinzgaus, aber heute ist es vor allem Hotelstadt. 10 000 Einwohner leben hier, die meisten von den 12 000 Gästebetten. Und es lebt sich gut in Zell am See, dank der Touristen, die mit der Bahn direkt ins Herz des Örtchens fahren können.
Königliches Haus: 150 Jahre Vier Jahreszeiten Kempinski
Montag, 3. März 2008
München feiert 850 Jahre und eines der ältesten Hotels in der bayerischen Landeshauptstadt begeht seinen 150. Geburtstag, das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski.
Hermann Bareiss und der Morlokhof
Montag, 4. Februar 2008
Mitten im Wald bleibt der hoch gewachsene Hotelier mit dem sorgsam gelockten Haarschopf stehen, blickt versonnen auf den Weg und sagt: „Genau hier habe ich als Kind ein Ei fallen lassen, das mir eine Bäuerin für die Mutter mitgegeben hat. Ein Ei!“ Hermann Bareiss, seit Jahrzehnten hoch gelobter Gastgeber in der luxuriösen Ferienoase Bareiss in Bayersbronn Mitteltal, erinnert sich, dass er todunglücklich war – damals. „Ein Ei, das war etwas Kostbares für uns.“
Alles Öko im Hotel Victoria
Mittwoch, 26. September 2007
Papa Hemingway hätte sich gewundert. Zu seiner Zeit dachte man noch nicht an die Umwelt. Da hatte man andere Probleme. Jetzt schaut er von vielen Bildern in der Hemingway-Bar des Best-WesternHotels Victoria, wo abends zwar ganz in seinem Sinne Cocktails gemixt werden, beim morgendlichen Frühstücksbüfett aber auf Amerikanismen verzichtet wird - zugunsten frischer Produkte aus der Region. Das Hotel in Freiburg, der grünen Vorzeigestadt, bezeichnet sich selbst als das „umweltfreundlichste Privat-Hotel der Welt“ und hat diverse Öko-Auszeichnungen eingeheimst.
Der Schmied von Kochel: Quicklebendige Legende
Montag, 17. September 2007
Er war ein rechter Bayer, der Balthasar Mayer, der als Schmied von Kochel in die Geschichte einging. Seine Heldentaten sind Legende und wie er in der Sendlinger Mordweihnacht als 70-jähriger nur mit einer Keule bewaffnet, gegen die Österreicher und für Bayerns Freiheit focht, hat so manchen Maler inspiriert. Der sagenhafte Held hat auch einem legendären Wirtshaus seinen Namen gegeben.
Kunst und Kulinarik im Erbprinz
Dienstag, 17. April 2007
Der Erbprinz in Ettlingen war schon immer eine besondere Adresse, nachdem die Posthalter-Station 1788 von Markgraf Carl-Friedrich von Baden die so genannte Schildwirtschafts-Gerechtigkeit bekommen hatte. Fast 100 Jahre später bekam das Gasthaus eine eigene Haltestelle der Dampfbahn und auch heute noch hält die Alptalbahn aus Karlsruhe in Ettlingen beim Erbprinz. In den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde das Hotel dann zum Tummelplatz der Prominenz vom Bundespräsidenten bis zur Filmdiva, vom Scheich bis zum Sportler, vom Kardinal bis zum König. Als Bernhard Zepf 1999 das Traditionshaus übernahm, wollte er an den alten Glanz anknüpfen. „Tradition bewahren, Neues schaffen“, ist sein Motto bis heute.
Der Durst nach Heimat - Hotelier Hermann Bareiss und der Morlokhof
Dienstag, 30. Januar 2007
Manager in die Küche: Ein Gespräch mit Thomas M. Walkensteiner vom Schlosshotel Fuschl
Montag, 29. Januar 2007
Zu Hause bei Sissi & Co: Das Schlosshotel Fuschl
Dienstag, 23. Januar 2007
Im Zwergenreich: Zwerg Bartli macht in Braunwald den Kindern Beine
Montag, 19. Juni 2006
Ducasse in der Toscana: das L'Andana
Mittwoch, 7. Juni 2006
„den Geist des alten Landsitzes wieder zum Leben zu bringen“ (Martino
de Rosa), war ein Anwesen von Leopold II, Herzog der Toscana. Alain
Ducasse verliebte sich auf der Stelle in dieses vergessene Paradies
nahe dem reizvollen Städtchen Castiglione della Pescaia aber abseits
der großen Touristenziele wie Pisa, Florenz oder Siena. Die Kooperation
mit Vittorio Moretti (Terra Moretti) und Martino de Rosa (Groupe wiish)
ermöglichte ihm die Verwirklichung seines Traums: ein Hotel großzügig
wie die Maremma, die toskanische Küstenlandschaft, und eine Küche, die
den Originalgeschmack der erlesenen Zutaten zur Geltung bringt.
Im Wellness-Stress: Das Sporthotel Stock und die Qual der Wahl
Montag, 29. Mai 2006
Ein Hoteltraum: Danai Beach auf der Chalkidiki
Samstag, 29. April 2006
Leni Riefenstahl hätte es hier gefallen. Die Fotografin wäre entzückt gewesen über die Farbspiele von Meer und Bergen und sie hätte sich wohl gefühlt in der weitläufigen Hotelanlage ihres Großneffen. Doch Leni Riefenstahl war nie in Danai Beach. Der Berliner Maschinenbauingenieur Otto von Riefenstahl hat seine Großtante nie kennen gelernt, dafür aber die Griechin Danai. Die Philosophiestudentin aus Thessaloniki verliebte sich auf der Stelle in den feschen Baron und die deutsch-griechische Verbindung hat sich als äußerst fruchtbar erwiesen. Zu den drei Kindern gesellte sich als viertes „Kind“ das Hotel am feinen Sandstrand zwischen Metamorfosi und Nikiti im Norden von Sithonia, dem zweiten Finger der Chalkidiki im Norden Griechenlands.




