Skifahren ja -aber...
Montag, 18. Januar 2010
Wen machen sportliche Großevents glücklich?
Mittwoch, 18. November 2009
CSR: Die Zeit ist reif
Freitag, 9. Oktober 2009
Hotels: Luxus oder Budget - Wo ist der Weg aus der Krise?
Mittwoch, 9. September 2009
Rundenausflug: Heute Augsburg
Dienstag, 1. September 2009
Krise. Was für eine Krise?
Dienstag, 23. Juni 2009
Man mag es angesichts der Horrormeldungen, die uns täglich ereilen, gar nicht glauben. Aber Tourismuskenner Karl Born versichert in der Touristischen Runde in München glaubhaft, dass die Lage „nicht so schlimm ist wie manche sie beschreiben“. Allerdings sieht der Professor für Tourismusmanagement an der Hochschule Harz durchaus Probleme bei der Branche, die manche Entwicklung verschlafen habe. „Bis sie merkt, dass Krise ist, haben die anderen schon die Staatsgelder vereinnahmt“.
PR und Journalismus: Zwischen allen Stühlen?
Dienstag, 19. Mai 2009
Der eine sieht schon das Ende des Qualitätsjournalismus gekommen, die andere singt das Hohe Lied der Partnerschaft. Bei der Touristischen Runde zum Thema „PR und Journalismus – Zwitter oder Zwilling“ stießen die Meinungen hart aufeinander. Schon die PR-Profis positionieren sich höchst unterschiedlich. Sieht es Gunther Träger von C&C, mit 25 Jahren Erfahrung in der Reise-PR ein ausgebuffter Profi, eher gerne, wenn ein Journalist nicht „auch mal Widerstand leistet“, setzt Daniela Piroth, Eigentümerin der noch jungen dp-marketingpr, auf gegenseitiges Verständnis und darauf, dass jede Seite die Bedürfnisse der anderen respektiert. Auf der anderen Seite betonen die Journalisten Andreas Steidel von Sonntag Aktuell und Freelancer Fabian von Poser die Bedeutung einer unabhängigen und damit auch glaubwürdigen Reiseberichterstattung.
Reisen Frauen anders?
Dienstag, 7. April 2009
„Reisen Frauen anders?“ fragte die Touristische Runde München am 1. April. Und die Antwort könnte fast auch ein Aprilscherz sein: Ja und nein, sagten die Experten. Einig aber waren sie sich darin, dass Frauen immer mehr über die Urlaubsinhalte entscheiden – auch wenn sie mit Mann verreisen.
In ihrer Eingangspräsentation weist Gisela Sökeland, Geschäftsführerin von Thomas Cook Reisen auf die größeren und kleineren Unterschiede bei Männer- und Fraueninteressen hin. Während Frauen im Urlaub gern mit Kindern spielen und etwas für ihre Gesundheit und Schönheit tun wollen, wollen Männer vor allem unterwegs sein und viel erleben, wobei sie durchaus auch an Flirten und Erotik denken. Weil nun aber der Anteil der Frauen in unserer alternden Gesellschaft überproportional ansteige, so Sökeland, müsse die Branche Frauen auch beim Reisen als „Megatrend“ begreifen.
Abschied vom Wachstumsdenken
Montag, 2. März 2009
Queensland versinkt in Wasserfluten, in China herrscht Dürre, am Himalaja schmelzen die Gletscher und in Dubais Wüste werden Skipisten gebaut. Die Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein. Vielleicht ist das Thema Nachhaltigkeit gerade deshalb so wichtig – auch in Zeiten der Wirtschaftskrise.
In der Touristischen Runde diskutierten Experten darüber, was Nachhaltigkeit ist und wie nachhaltiger Tourismus aussehen müsste.
Anke Biedenkapp, Gründerin und Geschäftsführerin des Reisepavillon, ist überzeugt davon, dass das Thema Nachhaltigkeit, vor gut 20 Jahren noch als reichlich exotisch belächelt, „in der Mitte der Gesellschaft“ angekommen ist. Mit den drei Säulen Ökologie, Ökonomie und soziale Entwicklung sei Nachhaltigkeit gerade in wirtschaftlich kritischen Zeiten wichtig. Die Tourismusbranche könne es sich nicht leisten, den Ast abzusägen, auf dem sie sitze, indem sie weiterhin menschliche und natürliche Ressourcen ausbeute. Den Reisepavillon, bei seiner Gründung „ein wichtiger Katalysator für alle, die sich zum Thema Nachhaltigkeit vernetzen wollten“, sieht sie bis heute als „Schnittstelle für unterschiedlichste nachhaltige Projekte“, an der nicht nur Kleinstveranstalter beteiligt sind, sondern auch Reiseriesen wie die TUI.
Andreas Koch, Leiter Qualität- und Umweltmanagement der TUI, ist denn auch stolz auf die Umwelt-Bilanz des europäischen Marktführers. Er macht aber auch klar: „Wir müssen wirtschaftlich erfolgreich sein, um uns auf anderen Feldern engagieren zu können.“ Deshalb sei es nötig, den Kunden nicht aus dem Blick zu verlieren. Und da habe sich einiges geändert. Bei den Lohas (Lifestyle of Health and Sustainability) etwa, den Menschen, die Wert auf Gesundheit und Nachhaltigkeit legen, kämen Umweltaktivitäten gut an. Daran würde auch derzeitige Wirtschaftskrise nichts ändern. Als beispielhaft für das Engagement der TUI nannte er das jüngste Wiederaufforstungsprogramm auf den Balearen, die jährliche Wahl eines Umweltchampions, die Zertifizierung des Unternehmens nach dem weltweit höchsten unabhöngigenUmweltstandard ISO 14001 und den ersten grünen Katalog 2008.
Für Rolf Pfeifer, Geschäftsführer des Forums anders reisen, in dem sich kleine und mittlere Veranstalter zusammengetan haben, sind solche Einzel-Projekte zwar ehrenvoll, wichtig ist ihm aber „die ganze Wertschöpfungskette“, das heißt vor allem die Frage, „wie viel vom Reisepreis bleibt im Land“. Deshalb hat er eine CSR-Zertifizierung entwickelt, die „das Kerngeschäft hinsichtlich der Nachhaltigkeit messbar“ machen soll und bei der auch die unternehmerische Sozialverantwortung auf den Prüfstand komme. Bis 2010 sollen seiner Vorstellung nach alle Forum-Mitglieder zertifiziert sein. Letztlich gehe es darum, die Unternehmen Schritt für Schritt zu verbessern.
Sensibilisierung ist für Walter Krombach, Geschäftsführer der Willy Scharnow Stiftung, ein wichtiges Stichwort. Die Stiftung will Reiseverkäufern Gelegenheit geben, sich selbst weiter zu bilden und nimmt Nachhaltigkeit verstärkt in diese Programme auf. Krombach ist überzeugt davon, dass sich in der Krise auch das Reiseverhalten ändern wird. „Wir müssen Abschied nehmen vom Wachstumsdenken“, mahnt er. „Es wird nicht immer neue Zuwächse geben.“
Massentourismus ist nicht die Sache von Studienreise-Veranstaltern. Auf die Inhalte kommt es an, glaubt Frano Ilic von Studiosus. Organisierte Begegnungen mit Einheimischen gehören seit 2005 zum Programm des Münchner Studienreise-Spezialisten. Solche freiwilligen Zusammenkünfte könnten von für beide Teile von Nutzen sein. Für die Menschen vor Ort bedeuteten sie mehr Einkommen, für die Touristen mehr Einblick. Allerdings müssten die Begegnungen umsichtig geplant und die Reiseleiter sensibilisiert sein. Dann könnte ein Treffen mit der Übersetzerin von Orhan Pamuk in Istanbul oder ein Tag mit Dörflern in Agrigent das Verständnis für Land und Leute nachhaltig vertiefen.
Vor allem um die Natur geht es der Kooperation „Alpine Pearls“, die eine „umweltpolitische Nische kommunizieren“ will, so Geschäftsführerin Karmen Mentil. Propagiert wird „sanft-mobiler Urlaub“ in 21 Alpenorten in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Slowenien und in der Schweiz. Nachhaltigkeit, Klimaschutz und touristische Qualität sind die Ziele der alpinen Perlen, die unter anderem auch mit der TUI zusammenarbeiten. Gepäckservice, Elektrofahrräder vor Ort und kostenlose Nutzung des Nahverkehrs sollen den Urlaubern den Abschied vom Auto auf Zeit schmackhaft machen. Wer dann noch umweltfreundlich anreist, komme ohne Stau und Maut ans Ziel – „ein echter Luxus“, wie Mentil wirbt.
In der anschließenden Diskussion gab es dann doch noch viel Schelte für die Bahn, die oft zu teuer und unflexibel sei, so dass immer noch viel zu viele Touristen trotz Staugefahr und Stress die Anreise mit dem Auto wählen. Den Verzicht auf Fliegen wollte niemand propagieren. Vor allem für Reisen in die Ferne sei das - umweltschädliche -Flugzeug unersetzlich. Allerdings waren sich alle Experten einig, dass trotz Klimadiskussion zu wenig Reisende CO²-Kompensationen etwa bei atmosfair leisteten. Noch ist der Emissionshandel freiwillig, aber 2012 soll er auch für den Luftverkehr zur Pflicht werden. Spätestens dann werden Flüge teurer und vielleicht auch weniger.
Perfekte Pisten - zufriedene Gäste?
Dienstag, 3. Februar 2009
Aufrüstung in den Skigebieten: Immer mehr Sessellifte kommen unter die Haube, Rolltreppen führen zu den Liften, Sitzheizungen wärmen den Allerwertesten bei der Auffahrt, glatt gebügelte Pisten lassen auch schlechte Skifahrer gut aussehen. Ist es das, was die Skifahrer wollen? Oder bleibt bei alldem das Naturerlebnis auf der Strecke und damit auch ein Stückchen Abenteuer? Moderator Thomas Biersack vom ADAC SkiGuide befragte dazu in der Touristischen Runde München eine Reihe von Experten. Tenor der Runde: „Die Leute wollen es so und sie wollen immer mehr.“
Braucht der Winter eine Lobby?
Dienstag, 18. November 2008
Die Schneekanonen in den Alpen sind längst in Stellung gebracht, der erste Schnee ist schon gefallen und die großen Ski-Openings stehen ins Haus. Dennoch: Der Winter hat an Attraktivität verloren. Der Wintersport, lange die Cash-Cow der Alpendörfer, schwächelt. Braucht der Winter eine Lobby, fragte die Touristische Runde in München. Ja, sagten die Referenten, und führten neue Marketing-Aktionen ins Feld.
Schlichtung statt Gerichtsurteil
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Es sind schon seltsame Reisende, die mit der „Frankfurter Tabelle“ im Gepäck in den Urlaub fahren und dann gleich vor Ort überprüfen, welche Mängel möglicherweise zu einer Minderung des Reisepreises führen könnten. Doch solche Streithansel, so der Tenor der Touristischen Runde zum Thema „Beschwerden, Reklamationen, Schlichtung“ sind eher selten. Einträchtig warnten zudem Prof. Dr. Ronald Schmid von der „Reiseschiedsstelle“ und Dr. Alois Weber, Ombudsmann für die FTI-Tochter Sonnenklar TV, vor der oft und gern zitierten Frankfurter Tabelle. „Ein Unding“, polterte Weber. „Toter als tot“, assistierte Schmid und präzisierte: „Als Anwalt kann man nichts Tödlicheres machen als die Frankfurter Tabelle zu zitieren, selbst in Frankfurt nicht.“
Gehört die Zukunft dem elektronischen Reisebegleiter?
Montag, 22. September 2008
Computersoftware ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Vor allem nicht aus unserem journalistischen Alltag. Google und Wikipedia erleichtern die Arbeit, auch wenn man mit Sorgfalt an die Sache herangehen sollte, wie jüngst im Spiegel nachzulesen. Aber immer mehr ersetzen elektronische Beiträge das gedruckte Wort. Die Zeitungen können ein Lied davon singen, Lexika ebenso und jetzt trifft es auch die Reiseführer. Was MerianScout angestoßen hat, zieht Kreise. Was machen diese Neuentwicklungen mit uns? Machen sie uns freier, unabhängiger von menschlichen und gedruckten Reiseführern? Oder machen sie uns noch abhängiger von elektronischen Medien, so dass wir schließlich alles Planen den Geräten überlassen – am Ende auch das Denken? Die touristische Runde München diskutiere über Vor- und Nachteile der Neuentwicklungen und über mögliche Weiterentwicklungen.
Die Touristische Runde im Johannesbad
Dienstag, 5. August 2008
So etwas hat es beim Ausflug der Touristischen Runde noch nie gegeben. Um 8.30 war die Abfahrt des Geldhauser Busses ab München vorgesehen, drei Minuten später konnten wir schon losfahren: die meisten Teilnehmer waren sogar schon vor der Zeit an Bord. Ziel des Ausflugs 2008 war das Johannesbad in Bad Füssing. Nach zwei Stunden Fahrt, während der Regen auf das Busdach prasselte, war das Ziel erreicht und wir ließen uns von Helmut Karg, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Management AG, die Visionen für den Gesundheitsurlaub der Zukunft schildern.
Wie kommt eine Reise/eine Region ins Blatt?
Dienstag, 6. Mai 2008
Die einen glauben, mit einer tollen Einladung sei es schon getan und mit einer Vielzahl von Meldungen müsse man am Ball bleiben. Die anderen fühlen sich von der Masse an PR-Meldungen und unbegründeten Einladungen überrollt. Die touristische Runde versuchte einen Brückenschlag zwischen Veranstaltern, Destinationen und PR auf der einen Seite sowie Redaktionen und freien Journalisten auf der anderen Seite. „Wie kommt eine Reise/eine Region ins Blatt?“ hieß die Frage und rund 60 Teilnehmer interessierten sich für die Antworten.




