Caracas und das Erbe Bolivars

Montag, 17. August 2009

Die Stadt ist lebendig, ein wimmelnder Organismus, der nie zur Ruhe zu kommen scheint und immer wieder neue Auswüchse gebiert. Drei Millionen Menschen leben in Caracas oder doch eher fünf Millionen, rechnet man die Barrios mit, jene Slums, die an den Bergen hochkriechen wie ein bunter Flickenteppich. Wer zählt schon die Kinder, die hier geboren werden und die Toten, die Bandenkriege oder die mangelnde Hygiene fordern? Wer nicht dort wohnt, kommt auch nicht dorthin. Es sei denn, er ist lebensmüde. Denn die Gangs schießen scharf und die meisten Bewohner sind bewaffnet.

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Ecuador Info

Montag, 17. November 2008

Einreisen: Gültiger Reisepass und Weiterreise- oder Rückreise-Papier notwendig.

Anreisen: Mit American Airlines über Miami nach Quito, oder mit Lufthansa nach Miami und weiter mit American Airlines (ca 1200 Euro). Auch die Verbindung LH nach Miami und weiter mit Lan Ecuador ist möglich (ca 1700 Euro).

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Ecuador: Der alte Mann und das Öl

Montag, 17. November 2008

 Die Buschtrommel hat funktioniert. In dem kleinen Dorf der Cofan am Aguarico mitten im ecuadorianischen Regenwald wissen alle, dass Besuch zu erwarten ist, Touristen aus Deutschland. Die kommen hier mit schöner Regelmäßigkeit vorbei, seit die Jungle Discovery den Fluss befährt. Doch an diesem Tag zeigt das Dörfchen mit den Holzhütten den Gästen die kalte Schulter. Eine Handvoll Kinder drängt sich kichernd in einer Ecke zusammen, aus dem Haupthaus dringt Stimmengewirr, eine Frau äugt scheu aus einem der Fenster.

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Strickende Taquileños.
Wie ein flaschengrüner Kamelrücken liegt die Insel im azurblauen Wasser des Titicacasees. Taquile ist eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art. Deshalb landet am Vormittag auch ein Boot nach dem anderen an dem kleinen Hafen an. Alle wollen die Insel der Seligen sehen, die Insel, die sich selbst versorgt und die den Tourismus für ihre Zukunft nutzt. Taquile ist ein (bisher) geglückter Modellversuch zum nachhaltigen Tourismus.


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Peru-Infos neu

Montag, 23. Oktober 2006

Selva bei Puerto Maldonado
Einreise: Gültiger Reisepass genügt. Allerdings muss der Pass bei Einreise
mindestens noch 6 Monate gültig sein.
Anreise. Zum Beispiel mit Iberia über Madrid nach Lima. Es gibt auch eine
gute Verbindung mit KLM über Amsterdam oder Lufthansa/Taca über Caracas
Zum Flugpreis kommt noch die Flughafengebühr hinzu. Für Inlandsflüge
sind es 20 Soles, US$ 6.05, für internationale Flüge US$ 30.25 pro Person
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Tipps für Rio

Donnerstag, 7. April 2005

Einreise: Der Reisepass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein. Das nötige Ein- und Ausreiseformular für die Grenzkontrolle erhalten die Reisenden im Flugzeug.
Anreise: Varig fliegt täglich von Frankfurt direkt nach Rio. Die portugiesische Tap macht den Umweg über Lissabon. Auskünfte im Reisebüro.
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Carlos ist 27 und Tourismusexperte ­ und er hat einen Traum: „Die Touristen sollen mit uns das echte Rio kennenlernen,” sagt der junge Mann in seinem Büro in Santa Teresa, dem malerischen Künstlerviertel von Rio. Hier, wo sich Jugenstil und Klassizismus, Art Deco und Renaissance ein Stelldichein geben, wohnt ein buntes Völkchen von Aussteigern und Künstlern in harmonischer Gemeinschaft. Und hier entstand als Pilotprojekt „Cama e Café”, ein Bed-and-Breakfast-Netzwerk. 100 Häuser gehören inzwischen dazu, die Carlos und seine Freunde in vier Kategorien eingeteilt haben.
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Ein Stern unter den Juwelieren

Donnerstag, 7. April 2005

Das Imperium H. Stern
Manchmal werden Märchen wahr ­ auch heute noch. Das von Hans Stern ist so ein Märchen. Mittellos kam der junge Jude 1939 auf der Flucht vor den Nazis nach Rio. Als Stenotypist in einer Schleiferei entdeckte der 16-jährige seine Liebe zu den edlen Steinen. Er machte sich mit einer kleinen Schleiferei selbstständig und gründete schließlich die Firma H. Stern, deren Geschäfte Flughäfen, Flaniermeilen und Hotelshops in aller Welt zieren. H. Stern ist eine Marke ­ das drittgrößte Juwelenimperium der Welt.
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Leben im Samba-Rhythmus

Donnerstag, 7. April 2005

Brasiliens Hauptstadt Rio des Janeiro ist eine Metropole der Widersprüche und der Lebensfreude. Ein Porträt.

Stau ­ mal wieder. Wer von der Copacabana in die Innenstadt Rios will, muss Geduld haben. An der roten Ampel bilden ein paar junge Männer eine Pyramide. Der jüngste steht auf den Schultern seiner Brüder, hat die Augen verbunden und jongliert mit Tennisbällen. Noch bevor die Ampel auf gelb schaltet, springt er blitzschnell auf die Straße und hält die Hand auf. Mit einem Real sind die Straßenakrobaten hoch zufrieden. Aber nicht jeder gibt. Die meisten Cariocas, wie sich die Einwohner von Rio nennen, haben nichts zu verschenken.
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Auch Arequipa hat seinen Ötzi, ein schönes Inka-Mädchen, das sich dem Betrachter in einem eigenen Museum in seinem eisigen Glassarg präsentiert. Sie wusste, dass sie sterben musste. Und dennoch ging sie weiter, immer weiter dem Opferplatz entgegen, dorthin, wo die Berge den Himmel berühren. 13 Jahre war das Mädchen alt, als es auf dem Vulkan Amputo eine Reise ohne Wiederkehr in die Götterwelt antrat. Ein
Schlag auf die Schläfe beendete das junge Leben. 500 Jahre ruhte der Körper im Schoß des Vulkans, ehe er 1995 ­ fast unversehrt ­ von dem Anthropologen Dr. Johan Reinhard geborgen wurde: "Juanita" ist Arequipas schöner Ötzi ­ eines von vielen Mysterien, die Peru, das Land der Inkas, birgt."Anrührend" findet Arequipas großer Sohn, der Dichter Mario Vargas Llosa den zarten Leichnam, der wie Schneewittchen in einem Glassarg ruht ­ eisgekühlt in einem eigenen Museum. Die 22-jährige Angela öffnet diese "time capsule" für die Besucher. In fließendem Deutsch erzählt die schöne Führerin Juanitas Geschichte ganz so als wäre es ihre
eigene. Für die Peruaner ist ihre Geschichte nicht Vergangenheit, sie leben mit ihr.
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